Mindestlohn


12,20 Euro pro Stunde ist neue Untergrenze auf dem Bau
Mindestlohn gestiegen für 4.720 Bauarbeiter in Leipzig

Mehr Geld für Maurer & Co.: Die 427 Bauunternehmen in Leipzig müssen ihren Beschäftigten nun mindestens 12,20 Euro pro Stunde zahlen. So hoch liegt ab März der spezielle Mindestlohn auf Baustellen. Beschäftigte bekommen damit 78 Euro mehr im Monat, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilt. Die Lohnuntergrenze ist für alle Baubetriebe verpflichtend. Nach Angaben der Arbeitsagentur beschäftigt die Branche in Leipzig 4.720 Menschen.

Die IG BAU Nord-West-Sachsen spricht von einem „überfälligen Lohn-Plus“ – appelliert jedoch an Fachkräfte, eine höhere Bezahlung einzufordern oder die Firma zu wechseln. „Der Mindestlohn ist gut, aber der Tariflohn ist besser. Darunter sollte kein ordentlicher Bauarbeiter arbeiten gehen“, so Bezirkschef Bernd Günther. Dieser liegt derzeit bei 18,14 Euro pro Stunde. „Der Boom im Baugewerbe geht weiter. Viele Firmen suchen händeringend nach qualifizierten Mitarbeitern. Deshalb sollten Bauarbeiter sich nicht unter Wert verkaufen – ohne sie geht es nicht“, sagt Günther.

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Branche bundesweit Auftragseingänge von knapp 80 Milliarden Euro – der höchste Wert seit 24 Jahren, so das Statistische Bundesamt.

Die Branche brummt: Viel zu tun haben Beschäftigte auf dem Bau. Jetzt steigt derMindestlohn für Maurer, Zimmerer und Straßenbauer auf 12,20 Euro pro Stunde, so dieIG BAU Nord-West-Sachsen