Tag des Honigs


Tag des Honigs am 7. Dezember | IG BAU warnt vor Glyphosat
653 Tonnen Honig verspeiste Leipzig im vergangenen Jahr

Appetit auf flüssiges Gold: Rund 653 Tonnen Honig aßen die Menschen in Leipzig im
vergangenen Jahr – rein statistisch. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) zum
Internationalen Tag des Honigs [f. d. Red.: 7. Dezember] hingewiesen. Die Gewerkschaft
beruft sich dabei auf Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).Danach lag der Pro-Kopf-Verbrauch mit 1,1 Kilo bei gut zwei Gläsern Honig im Jahr.

Mit Sorge beobachtet die IG BAU Nord-West-Sachsen jedoch das Bienensterben, das denImkern in der Region zunehmend zu schaffen mache. „Dafür ist auch die industrielle
Landwirtschaft verantwortlich. Monokulturen und Pestizide lassen den Bienen immer
weniger Lebensräume“, sagt Bezirksvorsitzender Bernd Günther. Gefährlich sei
insbesondere das Pflanzenschutzmittel Glyphosat. Laut einer aktuellen Studie aus den
USA greift das Herbizid die Darmflora der Bienen an – und ist einer der Hauptgründe für
den massiven Rückgang der Bienenvölker. Die IG BAU fordert auch deshalb ein Verbot
von Glyphosat. Das Mittel ist in Deutschland im Gegensatz zu anderen EU-Ländern
weiterhin erlaubt.

„Wenn wir in Zukunft überhaupt noch heimischen Honig essen wollen, dann muss es ein
Umdenken in der Landwirtschaft geben – mehr Vielfalt und weniger Einsatz von Chemie“,
fordert Günther. Laut Statistik wird schon jetzt der Großteil des in Deutschland
gegessenen Honigs importiert – insbesondere aus Argentinien, Mexiko und der Ukraine.
Dabei steht die Bundesrepublik beim Honigverzehr weltweit an der Spitze. Allein zwischen 2016 und 2017 nahm der Verbrauch nach Angaben der BLE um 15 Prozent zu.

Hinter dem Honig-Frühstück stecken fleißige Bienen. Aber die sind hierzulande immer stärkerbedroht, warnt die Agrar-Gewerkschaft IG BAU